Power Quality ist bei der Planung von Ladepunkten oft noch unberücksichtigt. Deshalb ergeben sich schnell Störungen oder sogar defekte Komponenten, die dann die komplette Anlage lahmlegen.
Neufassung der Power Quality Norm

Die in der Branche lange erwartete Neufassung der Power Quality Norm DIN EN IEC 61000-2-4 VDE 0839-2-4:2025-12 „Elektromagnetische Verträglichkeit: Teil 2-4: Umgebungsbedingungen – Verträglichkeitspegel für niederfrequente leitungsgeführte Störgrößen in Industrieanlagen“ ist im Dezember 2025 veröffentlicht worden. Diese ersetzt die Fassung von 2003 und hat Anpassungen vor allem in den elektromagnetischen Umgebungsklassen (s. Bild) und damit auch Veränderungen in den Verträglichkeitspegeln einiger Parameter erfahren. Dabei wurde insbesondere die Umgebungsklasse 2 diversifiziert, so dass nun vor allem Bürogebäude und “gewöhnliche” Industrieanlagen unterschieden werden.
Nach unserer Einschätzung ist diese Neufassung der Norm notwendig und in weiten Teilen auch gut gewesen, da für die neue Regelung die Verträglichkeitspegel etwas besser an tatsächliche Störphänomene bzw. Störpotenziale angepasst wurden. Außerdem wurden einige Widersprüche beseitigt (so werden z.B. niederfrequente Oberschwingungen nun bis 2 kHz eindeutig bewertet und nicht wie zuvor bis 2,5 kHz, wo bereits andere Verträglichkeitspegel vorlagen). Auch der höhere Frequenzbereich bis 150 kHz wird nun mit Verträglichkeitspegeln versehen, was überfällig war, da viele moderne leistungselektronische Anlagen für Netzrückwirkungen in diesem Bereich verantwortlich sind (v.A. Ladeinfrastruktur der Elektromobilität, (Photovoltaik-) Wechselrichter, oder in der Industrie besonders Frequenzumrichter mit aktiven Bauteilen).
